Klartext reden! Die Scheinwelt Instagram und wie schwer es wirklich ist „erfolgreich“ zu bloggen

Lesbellescouleurs

In letzter Zeit bekamt ihr nur wenige Beitrage von mir zu lesen. Einerseits war ich im Urlaub, hatte Prüfungen und andererseits hat mich ein Thema ziemlich bedrückt und nachdenklich gemacht. Über den Blog, die Beiträge und was alles noch zum Bloggen dazu gehört. Dazu ein paar Gedanken und Denkanstöße.

Manchmal ist es nicht einfach regelmäßig Content zu produzieren und Ideen zu haben. Ganz im Gegenteil, es gibt manchmal Tage oder Wochen, in denen ich mich in einem schwarzen Loch der Kreativität befinde und einfach keine Beiträge zu Stande bekomme. Eigentlich war es mein Ziel in diesem Jahr, einmal pro Woche einen Post hochzuladen und meinen Lesern somit ständig neue Texte zu liefern. Dabei hat sich heraus gestellt, das mein Vorhaben sich als eher schwierig gestaltet!

Innerlicher Druck, den ich mir selbst aufbaue.

Die meisten Außenstehenden sagen: “ Mach dir doch keinen Stress, es ist doch egal wann du einen Beitrag hochlädst.“ Auf der einen Seite haben sie natürlich recht, denn dieser Blog ist nur ein Hobby und ganz weit entfernt von einem Business. Andererseits möchte ich aber auch Erfolg haben.  Die Leute sollen auf meinen Blog stoßen, die Texte lesen und gerne auch einen Kommentar da lassen oder den netten kleinen Button „Folgen“ an der rechten Seitenleiste drücken. Das geht aber nur, wenn man regelmäßig postet und demzufolge die Klickraten konstant auf einem für mich hohen Level sind. Tut man das nicht, rasen die Seitenaufrufe schnell nach unten und man gerät in Vergessenheit. Eine harte Branche.

Es gibt Millionen Blogs und sicherlich auch Tausende, die die gleichen Themenbereiche bespielen wie ich. Ich habe keine Nische, die wenigsten haben Eine aber sie schaffen es trotzdem mit belanglosen Texten über beispielsweise die nächsten Modetrends zu schreiben und dennoch richtig Erfolg zu haben. Und wieder nehme ich das Wort „Regelmäßigkeit“ in den Mund. 2-3 Mal die Woche einen Post zu veröffentlichen ist nur möglich wenn man den eigenen Blog als Business betreibt oder man sonst keine Verpflichtungen hat. Ich vergleiche mich mit diesen Personen, obwohl es zwei verschiedene Paar Schuhe sind. Ich muss aufhören damit! Das ständige Nachdenken über den Sinn des Blogs und ob es überhaupt jemanden interessiert, was ich hier schreibe, lässt mich wieder und wieder zweifeln. Wahrscheinlich auch weil es echt schwer ist sich eine Community aufzubauen, die vor allem ehrlich ist und sich über jeden Beitrag freut, ganz egal ob dieser heute, morgen oder erst nächste Woche erscheint!

Instagram, die perfekt inszenierte Scheinwelt

Social Media Kanäle, vor allem Instagram sind super wichtig um den eigenen Blog zu promoten.  Aber genau dort erscheint es mir hoffnungslos Fuß zu fassen, denn Instagram hat sich gewandelt. Von einer App mit der man Schnappschüsse aus dem täglichen Leben festhalten und auf einer imaginären Pinnwand platzieren kann, hin zu einer Scheinwelt, in der nur noch zählt, wie man am besten seine Designer Teile präsentiert, um somit seinem Feed den perfekten Schliff zu verleihen und mehr Likes zu bekommen. (Beispiel: Person X ist umgezogen, macht ein Foto von dem neuen Sofa und stellt demonstrativ die Chanel Espadrilles vor die Couch.- wahrscheinlich würde sich niemand dafür interessieren, wenn die Chanel Verlinkung nicht auf dem Bild zu sehen wäre!)   Wir alle träumen von einem Jet-Set Leben in Saus und Braus. Dinieren in einer exquisiten Location in Paris, Übernachten in einer unfassbar teuren Suit und dafür werden die sogenannten Influencer auch noch bezahlt? – was ist das für ein abnormales Leben! Zählt die Anzahl der Gucci Taschen heutzutage mehr als das schöne normale Leben mit all seinen Facetten, die nicht immer mit einem Filter unterlegt sind?

Ich finde es so schade, dass ich regelrecht nach „normalen“ Leuten suchen muss, die mich mit ihren Bildern inspirieren und mir einen echten Mehrwert mit ihrer Art und Persönlichkeit liefern. Inzwischen habe ich aufgehört der Scheinwelt zu folgen und wähle präzise aus, wer es verdient hat und wer mir nur noch als FAKE erscheint.

Viele von euch werden dieses Phänomen kennen: Neue Follower kommen hinzu aber mindestens genauso schnell gehen sie wieder, nur damit man ihnen ebenfalls folgt. Da stellt sich die Frage: „Warum folgen die Leute mir dann?“ Ein Gefühl von Betrug und Falschheit kommt in mir auf. Ich bin deprimiert aber im nächsten Moment ist es mir egal wie viele Follower ich habe, denn es macht einfach Spaß Fotos zu schießen egal in welcher Qualität, denn es sind Schnappschüsse und Momentaufnahmen in meinem Leben! Wer diese mag, gibt mir ein Like. Wer nicht, der lässt es eben. Umso mehr freue ich mich, wenn meine lieben und ehrlichen Follower meine Bilder mögen- Vielen Dank dafür!

Zu diesem Thema könnte man sicherlich weitaus mehr schreiben als ich heute, aber dieser Text soll nur ein Auszug meiner Gedanken in den letzten Wochen darstellen.

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